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Heilige Flamme, what’s next?

Aktualisiert: 23. Dez. 2025


Seit ein paar Tagen sitze ich wie eine Schamanin an meinem inneren Lagerfeuer.

Ich blase sanft in die Flammen, um sie zu wecken – aus dem alten Gefängnis von Schuldgefühlen und Scham zu befreien und einfach… meine heilige Sexualität zu ehren und zu weihen.


Hingebungsvoll segne ich sie.

Ich gebe dem Feuer in mir all mein Liebe.

Und ich bin geduldig,

denn ich weiß, dass es noch viel verbrennen muss, um das Hinderliche zu schmelzen.


Der Raum um mein Feuer ist noch eng.

Das Feuer in mir fühlt sich noch nicht sicher.

Es ist noch schüchtern.

Es ist nicht gewohnt, so viel Raum zu bekommen.

Mit jedem Atemzug öffnet es sich mehr, leuchtet, lacht, beginnt sich zu bewegen… beginnt innerlich zu tanzen.


Ich fühle MICH auf einmal mehr – mich in meiner tiefsten Essenz.

Ich fühle mich sexy, sinnlich, weich, offen, zart, weiblich, so jung.

Gleichzeitig intim mit mir selbst, so verbunden – auf eine Art verletzlich.


Und ich genieße dieses Gefühl der Verletzlichkeit,

denn in diesem Augenblick bin ich nackt.

Vollkommen nackt.

Keine Masken mehr.

Keine Barrieren.


So viel sanfte, weiche Energie in mir.

Und gekuschelt in meinem rosa Bademantel denke ich,

wie sehr diese Farbe zu mir gerade passt:

Ein weiches, sanftes Rose.

So weich, wie ich wirklich bin.

So zart wie eine rosa Rose, die langsam erblüht.


So halte ich mir selbst den Raum.

Ich atme und segne mein zweites Zentrum.

Spreche heilige Worte.

Atme, töne, singe aus meiner Gebärmutter heraus.

Liebkose meinen Schoßraum mit zarten Klängen und Melodien.

Mit archaischen Worten, die mein Verstand nicht versteht,

aber meine Seele sofort anspricht,

ja sogar aktiviert.


Alte, archaische Worte.

So alt wie ein tausend Jahre alter Olivenbaum

Wie eine Schildkröte, die all die Geheimnisse der Erde kennt,

Wie die Lieder meiner Ahnen.


Und ich spreche noch eindringlicher in mein Feuer hinein.

Wie eine freche Hexe, die altes, magisches Wissen herauf beschwört.

Und meine Seele lauscht.

Mein Körper streckt und dehnt sich.

Scheint sich zu erinnern.

Ganz tief zu verstehen.


Ich erde mich mehr.

Und atme.

Die Worte, die ich spreche,

fühlen sich an wie warmer Regen im Sommer.

Eine Umarmung, die ich schon so lange gesucht habe.

Worte des Trostes und Zuspruchs,

Eine Umarmung der großen heiligen Mutter.

Endlich kann ich mich in ihren Armen fallen lassen.

Bin sicher.

Und schmiege mich seufzend an sie.


Auf einmal wird es leichter.

Es öffnet sich eine Tür in mir – eine Art Portal.

Etwas strömt aus mir heraus, eine weiche Energie.

Und ich beginne zu tanzen.

Tanze mich hinein in meine Lebendigkeit und meinen Sexappeal.

Und ich sage laut: „Ich werde diese Frau sein.“

Halte dabei meine Vision vor meinem inneren Auge.

Sehe mich in meiner Zukunft, wie ich sie haben will, so wie ich sein möchte.


Und dann halte ich auf einmal inne und erkenne:

Es geht gerade nicht so sehr um meine innere Frau.

Ich werde wieder DIESES MÄDCHEN sein, sage ich laut und entschlossen.

Dieses Mädchen, so unschuldig, so rein, voller Sinnlichkeit, voller Neugier auf ihren Körper und ihre Gefühle.

Ich erkenne, wie sehr sie bestraft wurde,

wie viel Scham ihr auferlegt wurde, nur weil sie Freude an ihrem eigenen Ausdruck hatte.

Freude empfand an ihrer erwachenden Sexualität und Weiblichkeit.


Ich sage laut: Nein.

Ich hole mir meine sinnliche jetzt Kraft zurück, meine heilige Sexualität, meine Lust.

Die Energie beginnt sich zu bewegen, strömt nach oben in mein Herz.

Kann sich mein Herz noch mehr öffnen?, frage ich mich.

Und ja, sagt mein Herz.

Ja, ich kann.

Ja, ich will.


Tränen steigen auf, fließen, reinigen mein kreatives Zentrum.

Nochmehr strömt und fließt.

Oh geliebte heilige Kreatvität

Ich bin dein.

Ich gebe mich dir hin.


Und ich tanze.

Mit jedem Schritt vibriert mein Becken mehr und mehr.


In dieser Weichheit fühle ich mich wie noch nie zuvor.

Ich spüre alles, was ich schon so lange in mir fühlen wollte.

Was ich schon so lange vermisst und gesucht habe.

Dabei genieße ich so sehr den inneren Flow, diesen Strom, der nach oben fließt.


Und ich greife zu meinem Telefon und schreibe einer Freundin,

die gerne tanzt und griechische Tänze unterrichtet:

„Hey, hast du Lust, mit mir zu tanzen? Eine tolle Choreographie einzustudieren?“


Während ich tippe, erinnere ich mich an meinen Traum als junges Mädchen.

An die Freude, zu tanzen, Menschen mit meinem Feuer zu begeistern, meine Leidenschaft zu teilen, mein inneres Licht leuchten zu lassen.


Mal sehen, was sie antwortet.

Doch selbst wenn sie keine Lust hat:

Ich habe Lust.


Ich bleibe dran.

Ich bin unstoppable.

Nichts und niemand kann mein Feuer jemals wieder löschen.


Alles unterdrückte Verlangen in mir erwecke ich jetzt zum Leben.

Ich will leben, erklingt es kraftvoll in mir.

Ich gebe mich mir selbst vollkommen hin.

Dem Feuer in mir.

Meiner Kreativität.

Das ist mein heiliges Versprechen.


Und während ich mir lausche.

Meinem Becken, der Vibration in meinem Körper, der Flamme in mir.

Erkenne ich:

Es braucht nicht viel.

Nur immer wieder regelmäßig ein bewusstes Eintauchen in dieses Zentrum in mir.

Immer wieder in einen Dialog treten.

Diese heilige Flamme lobpreisen, segnen, ehren.

Ihr immer wieder Leben einhauchen.

Sie nähren.


Und ich spüre hinein:

Heilige Flamme in mir.Was willst du mir heute zeigen?

Welche Sehnsucht, welche Lust, welche Freude schwingt in mir?


Ich höre zu.

Ich atme tief.

Ich lasse dich leuchten, wachsen, tanzen.

Du, mein heiliges Feuer..


Und während deine Flammen wachsen, gehe ich durch dein Feuer.

Ich lasse alles Alte los, alles Schwere, alles, was mich klein gehalten hat.

Ich tanze.

Mit jedem Schritt, mit jeder Bewegung, vibriert mein Becken, mein Schoßraum mehr und mehr.

Es kribbelt von Kopf bis Fuß.


Und mein inneres Mädchen erlöst aus dem altem Gefängnis,

fragt frech und neckisch:

„Heilige Flamme, what’s next?“

 
 
 

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